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Von der Vision zur Realität: So gewinnt wolfcraft direkten Zugang zu seinen Kunden

So gewinnt wolfcraft direkten Zugang zu seinen Kunden 

Die wolfcraft GmbH ist Hersteller und Anbieter von Werkzeugen und Elektrowerkzeug-Zubehör und gilt als Mitbegründer und Impulsgeber der deutschen DIY-Branche. Mit über 75 Jahren Erfahrung und durch kontinuierliche Markt- und Anwenderforschung verwandelt das Unternehmen spezielle Projektprobleme in clevere Produktlösungen. 

Aktuell besteht das Sortiment aus mehr als 3.000 Artikeln. Mehr als 550 der Entwicklungen sind patentiert.

Mit dem Ziel, erstmals einen direkten Vertriebskanal zu Endkunden aufzubauen und zusätzlich zu den bestehenden Vertriebskanälen aktiv zu sein, startete wolfcraft gemeinsam mit SQLI in ein wegweisendes E-Commerce-Projekt: den Launch eines D2C-Onlineshops auf Shopify-Basis.

 

Die Ausgangslage: Neue Wege im D2C-Geschäft

Als einer der führenden Anbieter von Werkzeugen und Werkstatteinrichtungen stand wolfcraft vor einer strategischen Weichenstellung: Das Unternehmen wollte erstmals direkt mit Endkunden in Kontakt treten und einen D2C-Onlineshop aufbauen. Bisher erfolgte der Vertrieb ausschließlich über etablierte Kanäle wie Baumärkte, Online-Versandhändler und Marktplätze. Das Modell war zwar erfolgreich, bot jedoch keinen direkten Austausch mit der Zielgruppe.

Die Herausforderung war klar definiert: wolfcraft benötigte eine E-Commerce-Lösung, die schnell implementiert werden konnte, sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft integrieren ließ und gleichzeitig Raum für zukünftiges Wachstum bot. Mit einem MVP (Minimum Viable Product) sollten zunächst die Kernmärkte Deutschland und Frankreich erschlossen werden, um zu zeigen, dass der direkte Vertriebsweg nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich ist.

Vertrauen als Fundament: Warum wolfcraft auf SQLI setzte

Die solide Vertrauensbasis zwischen SQLI und wolfcraft hat sich bereits vor dem E-Commerce-Projekt über Jahre seit dem ersten Kontakt aufgebaut. Neben verschiedenen Potenzialanalysen im PIM-Sektor hat SQLI die wolfcraft GmbH bei der Einführung ihres DAM-Systems begleitet. Hier zeigte sich die Stärke der Partnerschaft: offene Gespräche, fundierte Beratung und ein tiefes Verständnis für die Geschäftsprozesse bei wolfcraft

Als das Thema E-Commerce aufkam, war die Entscheidung für wolfcraft schnell getroffen. Das technische Know-how von SQLI, die verlässliche Beratung und die Tatsache, dass immer ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stand, machten den Unterschied. wolfcraft erkundigte sich nach einer geeigneten Shop-System-Lösung, woraufhin SQLI die Empfehlung aussprach, Shopify als Plattform zu verwenden.

Die richtige Technologie: Shopify als strategische Wahl

Warum Shopify? Die Antwort lag in den konkreten Anforderungen von wolfcraft. Das Unternehmen wollte zeitnah starten, ohne Monate in komplexe Entwicklungsprozesse zu investieren. Shopify bot genau diese Kombination aus Schnelligkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit. Die Plattform ermöglichte es, mit einem schlanken Lizenzmodell zu beginnen und die Lösung bei Bedarf zu skalieren.

Gemeinsam mit den E-Commerce-Experten von SQLI wurde das System konfiguriert. Das Team nutzte vorgefertigte Shopify-Komponenten, passte diese an die wolfcraft CI an und arbeitete iterativ, um die Funktionalität von Anfang an zu validieren.
 

Das technische Glanzstück: Komplexe Varianten elegant gelöst

Eine besondere Herausforderung des Projekts lag im Produktdatenmodell. wolfcraft-Produkte verfügen teilweise über sehr komplexe Variantenstrukturen, manche Artikel verfügen über bis zu sechs verschiedene Optionen wie Größe, Material, Farbe und weitere Spezifikationen. Shopify unterstützt standardmäßig jedoch nur drei Optionen pro Produkt.

SQLI entwickelte hierfür eine innovative Lösung: Statt die Varianten über Option-Value-Paare abzubilden, wurde für jede Kombination eine eigene Variante erstellt. Dadurch können weiterhin individuelle Preise und Lagerbestände pro Variante gepflegt werden. Um die Struktur benutzerfreundlich darzustellen, entwickelte das Team ein ausgeklügeltes System aus benutzerdefinierten MetaObjects, „Option" und „Option_Value", die die Varianteninformationen direkt auf Produktebene speichern.

Das Ergebnis ist ein Varianten-Selektor, der im Frontend alle Kombinationen übersichtlich darstellt und gleichzeitig höchst flexibel für zukünftige Erweiterungen ist. Diese Datenstruktur ermöglicht es, später auch Bilder oder Farbcodes für bestimmte Werte zu ergänzen, ohne das Datenmodell grundlegend zu ändern.

 

Mehrsprachigkeit von Anfang an

Ein weiteres Highlight: Die konsequente Mehrsprachigkeit. wolfcraft agiert international, und der Shop sollte von Beginn an in der Lage sein, Inhalte in allen Sprachen der wolfcraft-Landesgesellschaften darzustellen. Die Produktdaten kommen bereits fertig übersetzt aus dem bestehenden Hybris-PIM (SAP Commerce PCM), und SQLI entwickelte eine maßgeschneiderte Schnittstelle für den Import in Shopify, die diesen Datenfluss sicherstellt.

Das SQLI-Team begleitete die wolfcraft-Mitarbeiter intensiv dabei, die Daten im richtigen Format aus Hybris auszuleiten und in Shopify zu überführen. So wurde nicht nur technische Exzellenz geliefert, sondern auch sichergestellt, dass das Team bei wolfcraft eigenständig mit den neuen Systemen arbeiten kann.

 

Der Erfolg: Erwartungen vom ersten Tag an übertroffen

Auch wenn wolfcraft im eigenen Shop derzeit nur zum UVP verkauft und somit keinen Preisvorteil im eigenen Shop bietet, zeigt sich schnell: Die Strategie funktioniert. Bereits unmittelbar nach dem Launch, trotz Konkurrenz durch Events wie den Cyber Monday, übertrafen die Bestellungen die internen Erwartungen deutlich.

Dieser Erfolg bekräftigt die Entscheidung von wolfcraft, den direkten Kundenkontakt zu suchen. Der Onlineshop ist mehr als nur ein weiterer Vertriebskanal, er ist ein Statement für Innovation und Kundennähe.

Ausblick: Der Beginn einer langfristigen Wachstumsstory

Der aktuelle Shop ist bewusst als MVP konzipiert. wolfcraft plant, über den Live-Betrieb des Shops wertvolle Erkenntnisse zu sammeln. Doch die Roadmap ist bereits klar umrissen: Was für Deutschland und Frankreich realisiert wurde, soll iterativ auf weitere Märkte ausgeweitet werden, zunächst Österreich, später weitere Länder und zusätzliche Services.

Die Grundlage für die Erweiterung der wolfcraft-Systemlandschaft ist gelegt: Eine schlanke, skalierbare Architektur und eine Partnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Erfolgen basiert.

wolfcraft hat den weitsichtigen Schritt in den direkten Kundenkontakt vollführt. SQLI freut sich darauf, diesen Weg weiter zu begleiten und gemeinsam die nächsten Kapitel zu schreiben.